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Suzuki GSX-10RStrassen-Gixxer
Der wohl bekannte 999 Kubik große flüssigkeitsgekühlte DOHC-Reihenvierzylindermotor der GSX-10R (K5-Motor) hat eine lange und erfolgreiche Rennsport-Geschichte hinter sich und ist so gut, dass er immer noch zum Einsatz kommt; mit entsprechenden Anpassungen natürlich.
Modifikationen an den Auslassventilen und dem Steuerkettentrieb haben die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit gesteigert und gleichzeitig die Geräuschemissionen reduziert. Zudem wurde die Motorcharakteristik durch intensive Tests – nicht nur auf der anspruchsvollen Teststrecke in Ryuyo, sondern auch durch ausgiebige Fahrten auf öffentlichen Straßen und Autobahnen – feinabgestimmt. Um eben in beiden Welten optimal zu funktionieren.
Der Motor leistet maximal 112kW (152 PS) bei 11.000 Touren, das Drehmoment gipfelt in 106 Nm bei 9250 Umdrehungen. Dafür genehmigt sich das Aggregat 6,3 Liter im Schnitt. Das Fahrzeuggewicht liegt mit 215 Kilogramm etwas höher als man das von modernen Supersportlern mittlerweile gewohnt ist, dafür hat man ganze 18 Liter Sprit an Board.
Für mehr Komfort im Alltag sorgt unter anderem eine leichtgängige Kupplung. Ein zusätzlicher Nockenmechanismus ergänzt die herkömmliche Anti-Hopping-Kupplung; er reduziert das negative Motordrehmoment bei Schaltvorgängen im hohen Drehzahlbereich und schwächt so die Motorbremswirkung ab. Dies verhindert ein Blockieren oder Stempeln des Hinterrads, ermöglicht eine sanftere Verzögerung und verbessert die Kontrolle beim Herunterschalten vor Kurven.
Zudem sorgt eine Assistenzfunktion dafür, dass die Anpresskraft der Kupplung bei der Beschleunigung zunimmt. Dies ermöglicht eine effiziente Drehmomentübertragung auf das Hinterrad – selbst bei weicheren Kupplungsfedern. Das Ergebnis ist ein leichtgängigerer Kupplungshebel, der die linke Hand entlastet, etwa im dichten Verkehr oder in anderen Situationen, die eine häufige Betätigung der Kupplung erfordern.
Die Liste an elektronischen Helferlein ist lang und beinhaltet sowohl Features für die Rennstrecke als auch für die Straße. An Bord sind mehrere Fahrmodi, Traktionskontrolle und ABS (Kurven), ein Tempomat (30 bis 180 km/h), ein Quickshifter, Wheelie Control, Launch Control, Motorbremskontrolle, Brake Hold Control und jetzt auch eine Slide Control.
Die Slide Control wurde in die Smart TLRS Control Suite integriert und ergänzt die bestehenden Funktionen Traktionskontrolle (T), Reifendruckbegrenzer (L) und Rollmomentkontrolle (R). Während die Rollmomentkontrolle durch Vorsteuerung die Leistung reduziert und ein seitliches Rutschen in Kurven verhindert, nutzt die Slide Control eine Rückkopplungsregelung, um ein beginnendes Rutschen zu stoppen. Die Slide Control kontrolliert die Anfangsphase eines Rutschens, während die Traktionskontrolle mit stärkeren Eingriffen die Stabilität gewährleistet, sollte das Rutschen außer Kontrolle geraten. Durch die Aufteilung dieser Aufgaben unterstützen die beiden Systeme den Fahrer dabei, die Kontrolle zu behalten, wenn die Reifen an ihre Leistungsgrenzen gelangen.
Die Brake Hold Control arbeitet nicht nur wie die konventionellen Systeme, wenn das Motorrad bergan zum Stehen kommt, sondern auch, wenn die Straße gerade oder bergab verläuft.
Das Motion Track Brake System analysiert neben den herkömmlichen Regelparametern auch der Bremsdruck an Vorder- und Hinterrad. Das System entscheidet anhand von Daten der Raddrehzahlsensoren (vorn und hinten), Informationen zur Fahrzeuglage (aus der IMU) sowie Bremsdruckwerten, wann ein Eingriff durch das Motorsteuergerät (ECU) erforderlich ist. Ist ein solcher Eingriff nötig, moduliert die ABS-Hydraulikeinheit den Bremsdruck, um abrupte Bremsstöße abzumildern und das Risiko zu verringern, dass sich das Motorrad aufrichtet oder die Bodenhaftung verliert. Dadurch behält das Motorrad seine Kurvenlinie und Schräglage bei, was den Fahrer dabei unterstützt, dem gewählten Kurs zu folgen.
Die GSX-10R entspricht zwar im Kern der GSX-1000S, ist aber radikaler in der Sitzposition und verfügt jetzt endlich über einen 190/55-17 Hinterreifen. Bereift ist sie mit Bridgestone Battlax Hypersport S23. In der Sitzposition liegt sie mit 810 Millimetern um 15 Millimeter tiefer als die GSX-R1000. Nichts Neues gibt es aus dem Cockpit zu vermelden, besonders die Grafik könnte eine Auffrischung vertragen. Dafür wurden die Blinker überarbeitet, damit sie weniger Licht auf die Straße werfen, was Irritationen verringern soll.
Die Preise für die in der ersten Saison in Blau, Rot und Schwarz erhältliche GSX-10R folgen.
